Behandlung & Forschung

MS: Informationen zur Therapie und Forschung

Allgemeine Informationen zur Therapie und aktuelle Meldungen zu neuesten Erkenntnissen aus der Forschung zum Thema MS

Die Therapie von Multiple Sklerose       

Es gibt verschiedene Therapien für MS-Patienten, um Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern.

Dazu gehören unter anderem Medikamente, Physiotherapie, Aktivierungs-und Beschäftigungstherapie (Ergotherapie) oder gegebenenfalls eine

Psychotherapie. Die einzelnen Therapien wirken unterschiedlich gut. Über die Wirksamkeit von alternativen Therapien wie Akupunktur oder Entspannungsübungen liegen indes keine Studien vor. Die Behandlung der Multiplen Sklerose baut auf drei wissenschaftlich fundierte Säulen: die Therapie des akuten Schubs, die langfristige immunprophylaktische Therapie und die Therapie der Symptome, ergänzt um Rehabilitationsverfahren. Ansprechpartner für den Patienten ist daher der behandelnde Neurologe, der die medikamentöse Therapie auf den MS-Kranken abstimmt.

Die drei Optionen werden in der Regel in Kombination miteinander angewendet, individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten und in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium möglicherweise unterschiedlich gewichtet.

Zur Behandlung von Beschwerden wie Spastiken, Fatigue, Schmerzen, Depressionen, Blasen- oder Darmentleerungsstörungen u.a. stehen verschiedene Präparate zur Verfügung.

Aktuelle Meldungen finden Sie auf der Website des DMSG-Bundesverbandes unter Nachrichten ⇒ MS-Forschung   und   Nachrichten ⇒ MS-Therapien.

  • Nach dem Sicherheitsprüfverfahren: Empfehlungen zum Einsatz von Alemtuzumab in der Multiple Sklerose-Therapie
    Nach Bekanntwerden schwerer Nebenwirkungen einschließlich mehrerer Todesfälle hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfohlen, den Einsatz von Alemtuzumab (Handelsname Lemtrada®) deutlich einzuschränken. Der Anti-CD52-Antikörper soll einer bestimmten Patientengruppe vorbehalten bleiben und nur in Krankenhäusern mit Intensivstationen verabreicht werden. Das Sicherheitsprüfverfahren endete nun mit einer Empfehlung des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC). Was bedeutet […]
  • Sekundär progrediente MS: Zulassungsempfehlung für Siponimod
    Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat ein positives Votum (Positiv Opinion) für die Zulassung von Siponimod zur Behandlung der sekundär progredienten Multiplen Sklerose (SPMS) mit aktiver Erkrankung ausgesprochen. Mit der Empfehlung des inhaltlich wissenschaftlich arbeitenden CHMPs kann nun im Folgenden offiziell die Zulassung durch […]
  • Im Härtefall: Behandlung mit Siponimod schon vor der Zulassung in Europa möglich
    Der Wirkstoff Siponimod (Handelsname: Mayzent ®) ist in den USA bereits zur Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen. In Deutschland kann der Wirkstoff in Ausnahmefällen ebenfalls schon jetzt eingesetzt werden.
  • Multiple Sklerose-Therapie: Reihe der Patientenhandbücher um Fingolimod und Glatirameracetat erweitert
    Leicht verständliche und unabhängige Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken der Wirkstoffe Fingolimod und Glatirameracetat haben der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) jetzt in zwei weiteren Patientenhandbüchern erstellt. Die handlichen Broschüren sollen MS-Erkrankte dabei unterstützen, aufgeklärt und auf Augenhöhe gemeinsam mit ihrem Neurologen eine Entscheidung für […]
  • Multiple Sklerose: Rote-Hand-Brief zu Fingolimod
    Der Rote-Hand-Brief zu Fingolimod (Handelsname Gilenya®) informiert über neue Kontraindikationen bei der Anwendung in der Therapie der Multiplen Sklerose während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine wirksame Verhütungsmethode anwenden.
  • MS-Erkrankte nehmen weite Wege für Reha-Behandlungen auf sich
    Große Distanzen werden zurückgelegt, wenn es um eine passende, spezialisierte Reha-Behandlung geht: Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung aus dem MS-Register der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.
  • Über die Hälfte der Multiple Sklerose-Erkrankten in Deutschland werden bis zur Rente mit 65 berufsunfähig
    Schon ein geringer Behinderungsgrad kann bei MS zu einer vorzeitigen Berentung führen: Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung zur Berentung aus dem MS-Register der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. Unter Hinzunahme des Behinderungsgrads (EDSS-Wert) zeigt sich, dass der Verbleib im Erwerbsleben mit dem Schweregrad der körperlichen Behinderung verbunden ist.
  • Befragung zum Thema "Umgang mit Schüben bei Multipler Sklerose"
    Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose (INIMS) haben eine Online-Umfrage zum Thema: "Umgang mit Schüben bei MS" entwickelt. Die Umfrage konnte aufgrund der regen Beteiligung jetzt abgeschlossen werden. Über die Ergebnisse wird der DMSG-Bundesverband nach Abschluss der Auswertung berichten.
  • Impfungen: Kein Risikofaktor für Multiple Sklerose
    Seit Jahren hält sich die Befürchtung, dass Impfungen die Gefahr erhöhen, an Multipler Sklerose zu erkranken. Laut einer neuen Studie deutscher Forscher scheint dieser Zusammenhang allerdings unwahrscheinlich. Eine große Menge an Patientendaten liefert eindeutige Hinweise: Impfungen erhöhen das MS-Risiko nicht.
  • Pflegebedürftige MS-Erkrankte: Über 90 Prozent werden von Angehörigen betreut
    Die aktuelle Grafik des Monats widmet sich der Pflegesituation schwer an MS erkrankter Personen. Die Ergebnisse stammen aus dem MS-Register der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.