Behandlung & Forschung

MS: Informationen zur Therapie und Forschung

Allgemeine Informationen zur Therapie und aktuelle Meldungen zu neuesten Erkenntnissen aus der Forschung zum Thema MS

Die Therapie von Multiple Sklerose       

Es gibt verschiedene Therapien für MS-Patienten, um Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern.

Dazu gehören unter anderem Medikamente, Physiotherapie, Aktivierungs-und Beschäftigungstherapie (Ergotherapie) oder gegebenenfalls eine

Psychotherapie. Die einzelnen Therapien wirken unterschiedlich gut. Über die Wirksamkeit von alternativen Therapien wie Akupunktur oder Entspannungsübungen liegen indes keine Studien vor. Die Behandlung der Multiplen Sklerose baut auf drei wissenschaftlich fundierte Säulen: die Therapie des akuten Schubs, die langfristige immunprophylaktische Therapie und die Therapie der Symptome, ergänzt um Rehabilitationsverfahren. Ansprechpartner für den Patienten ist daher der behandelnde Neurologe, der die medikamentöse Therapie auf den MS-Kranken abstimmt.

Die drei Optionen werden in der Regel in Kombination miteinander angewendet, individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten und in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium möglicherweise unterschiedlich gewichtet.

Zur Behandlung von Beschwerden wie Spastiken, Fatigue, Schmerzen, Depressionen, Blasen- oder Darmentleerungsstörungen u.a. stehen verschiedene Präparate zur Verfügung.

Aktuelle Meldungen finden Sie auf der Website des DMSG-Bundesverbandes unter Nachrichten ⇒ MS-Forschung   und   Nachrichten ⇒ MS-Therapien.

  • Frühe Nutzenbewertung: Kein Zusatznutzen für Siponimod bei SPMS mit aktiver Erkrankung
    In seiner Sitzung am 20. August 2020 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) für den im Januar 2020 neu zugelassenen Wirkstoff Siponimod keinen Zusatznutzen beschlossen. In der "frühen Nutzenbewertung" nach Arzneimittelneuordnungsgesetz zeigte sich im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie in beiden bewerteten Patientengruppen kein Vorteil gegenüber der Vergleichstherapie.
  • Schubförmig-remittierende Multiple Sklerose: Ozanimod erhält Zulassung für Europa
    Die Europäische Kommission hat die EU-Zulassung für Ozanimod (Handelsname Zeposia®) erteilt. Laut Indikation kann Ozanimod angewendet werden "bei erwachsenen Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) mit aktiver Erkrankung, definiert durch klinische oder bildgebende Befunde.“
  • Schubförmig-remittierende Multiple Sklerose: Zulassungsempfehlung für Ozanimod
    Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat ein positives Votum (Positiv Opinion) für die Zulassung von Ozanimod (Zeposia®) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) mit aktiver Erkrankung ausgesprochen. Mit der Empfehlung des inhaltlich wissenschaftlich arbeitenden Ausschusses kann nun in den nächsten Monaten die Zulassung des Wirkstoffes durch die Europäische […]
  • Rote-Hand-Brief zu Alemtuzumab in der Multiple Sklerose-Therapie: Neue Einschränkungen veröffentlicht
    Aufgrund des Risikos schwerer, in Einzelfällen tödlicher Nebenwirkungen informiert der Hersteller in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem Paul Ehrlich Institut (PEI) in einem Rote-Hand-Brief zur Therapie mit Alemtuzumab (Handelsname Lemtrada®) bei Multipler Sklerose über Einschränkung der Indikation, zusätzliche Gegenanzeigen und risikominimierende Maßnahmen.
  • Sekundär progrediente Multiple Sklerose: Siponimod erhält Zulassung für Europa
    Die Europäische Kommission hat die EU-Zulassung für Siponimod (Handelsname Mayzent®) erteilt. Laut Indikation kann Siponimod angewendet werden "zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit sekundär progredienter Multipler Sklerose (SPMS) mit Krankheitsaktivität, nachgewiesen durch Schübe oder Bildgebung der entzündlichen Aktivität.
  • Aktuelles aus der Multiple-Sklerose-Forschung: Einfluss von kurzkettigen Fettsäuren
    Um den Einfluss von kurzkettigen Fettsäuren als Stoffwechselprodukte des Darm-Mikrobioms auf die Multiple Sklerose (MS) dreht sich ein aktuelles Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. med. Aiden Haghikia an der Ruhr-Universität Bochum. Im Interview mit dem Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) berichtet der Neurologe über Propionsäure und MS.
  • Genetische Faktoren der Multiplen Sklerose: DMSG startet Ausschreibung zur Forschungsförderung 2020
    Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft setzt sich, zusammen mit Ärzten, Wissenschaftlern, MS-Erkrankten, Angehörigen und allen Interessierten dafür ein, die Erforschung der Multiplen Sklerose (MS) voranzutreiben. Mit diesem Ziel hat er eine Forschungsförderung ins Leben gerufen. Zu dem Thema "Genetische Faktoren der Multiplen Sklerose" können sich Einrichtungen aus angewandter oder klinischer Forschung ab sofort […]
  • DMSG-Forschungsförderung: Beeinflussbare Risikofaktoren der Multiplen Sklerose
    „Kalorien und Multiple Sklerose: Wie Nahrungsenergie die Funktion entzündungsfördernder Immunzellen reguliert“, lautet der Titel des Projektes, mit dem die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V. im Rahmen ihrer Forschungsförderung für Einzelprojekte im Jahr 2019 die Arbeit von Dr. med. Stefan Jordan, Charité Universitätsmedizin Berlin, Charité Centrum für diagnostische und präventive Labormedizin, Institut für Mikrobiologie […]
  • DMSG-Forschungsförderung: Den Auslösern der Multiplen Sklerose (MS) auf der Spur
    Beeinflussbare Risikofaktoren der MS: Zum Thema der Ausschreibung der Forschungsförderung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V. für Einzelprojekte im Jahr 2019 hat PD Dr. med. Lisa Ann Gerdes, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), LMU Klinikum, Institut für Klinische Neuroimmunologie die unabhängigen Gutachter mit ihrem aussichtsreichen Forschungsansatz überzeugt. Ihr Projekt „MS Zwillingsstudie: Wie Darmspiegelungen helfen können, […]
  • Jeder vierte MS-Erkrankte leidet an Schmerzen
    Eine aktuelle Auswertung aus dem MS-Register der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. untersucht die Verbreitung und die Behandlung des Schmerzes als Symptom der MS. Schmerz ist nach Fatigue, eingeschränktem Gehvermögen, Spastiken und Blasenfunktionsstörungen das fünfthäufigste Symptom bei MS-Erkrankten, vor Ataxie/Tremor, kognitiven Störungen und Depression und den übrigen Symptomen.