Leben mit Multipler Sklerose

Vorurteile halten sich: Multiple Sklerose = Rollstuhl?

Viele denken, dass Menschen mit Multiple Sklerose einen Großteil ihres Lebens im Rollstuhl verbringen müssen. Doch dies ist nur bei wenigen Patienten der Fall.

Bei fast der Hälfte der MS-Kranken verläuft die Krankheit ohne schwere Behinderungen. Aus neueren Studien weiß man, dass sich die Prognose von MS-Patienten in den letzten Jahren deutlich gebessert hat – vor allem dank verbesserter Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten.

Es gibt Menschen mit MS, die anfangs viele Schübe mit starken Beschwerden haben. Denen geht es auf lange Sicht meist schlechter als denjenigen, bei denen Jahre vergehen, bis ein neuer Schub auftritt. Dies trifft aber nicht auf alle MS-Patienten zu. Bleibende Beschwerden können sich auch wieder zurückbilden – zumindest teilweise (Remission).

An MS erkranken vor allem junge Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Viele Patienten können trotz Beschwerden über Jahre hinweg weiter ohne Einschränkungen arbeiten. Die Krankheit kann aber die körperliche Leistungsfähigkeit soweit einschränken, dass die Patienten ihren ursprünglichen Beruf nur noch teilweise oder gar nicht mehr ausüben können.

Die meisten Menschen mit MS erhalten ihre Diagnose in einer Lebensphase, in der sie sich mit dem Thema Familienplanung beschäftigen. MS beeinträchtigt weder die Fruchtbarkeit von Frauen noch von Männern. Frauen mit Kinderwunsch können in der Regel ohne Komplikationen ein gesundes Baby zu Welt bringen.

Für MS-Erkrankte in allen Lebenslagen bietet die DMSG Schleswig-Holstein eine Anlaufstelle und Hilfsangebote. Ob Gespräche, Beratung, Seminare, Gruppentreffen oder konkrete Hilfe – sprechen Sie uns an. Wir finden bestimmt das passende Angebot für Ihren individuellen Fall.

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  • Sekundär progrediente Multiple Sklerose: Siponimod erhält Zulassung für Europa
    Die Europäische Kommission hat die EU-Zulassung für Siponimod (Handelsname Mayzent®) erteilt. Laut Indikation kann Siponimod angewendet werden "zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit sekundär progredienter Multipler Sklerose (SPMS) mit Krankheitsaktivität, nachgewiesen durch Schübe oder Bildgebung der entzündlichen Aktivität.